Ernest Reyer (1823 - 1909)
| Ernest Reyer: Sigurd Oper in vier Akten In französischer Sprache Zu Lebzeiten war Louis Etienne Ernest Reyer eine Berühmtheit. Und selbst 14 Jahre nach seinem Tod, 1923, galt er noch als einer der unvergeßlich großen Komponisten: Anlässlich der Wiederaufnahme seiner Oper "Sigurd" an der Pariser Grand Opéra krönte die Sängerin Rose Caron sogar seine Büste, in einem offiziellen Akt unter Anwesenheit des Präsidenten der Republik. Heute ist die vieraktige Oper - ebenso wie andere Werke Reyers - in Vergessenheit geraten. "Sigurd" wird allenfalls in Zusammenhang mit Wagners "Ring" gelegentlich erwähnt, als Beispiel für französischen Wagnerismus. Dabei hat Reyers "Sigurd" kaum etwas mit Wagner gemein, auch wenn sich die Librettisten Du Locle und Blau in ihrem Text am "Nibelungenlied" und an der "Edda" orientierten. Zwar wurde "Sigurd" erst 1884 uraufgeführt, doch die ersten Entwürfe gehen bereits auf die 60ger Jahre zurück, als die französischen Komponisten von Wagner nur "Lohengrin" und "Tannhäuser" kannten. Und die Musik fügt sich trotz leitmotivischer Züge in die Spätphase der Grand Opéra ein, beschwört die mythische Welt Germaniens mit spetakulären Tableaus, Balletteinlagen von Elfen und Kobolden und exotischer Ausstattung herauf. Bayern 4 bringt eine Aufnahme aus dem Jahr 1973 mit dem Choeurs de l'ORTF und dem Orchestre Philharmonique de l'ORTF unter der Leitung von Manuel Rosenthal. Anette Unger |
| 19:05 - 23:00 Opéra Concert donné le 27 septembre 2008 à l'Opéra de Marseille Ernest Reyer Salammbô Opéra en cinq actes sur un livret de Camille du Locle Kate Aldrich : Salammbô Murielle Oger-Tomao : Taanach Gilles Ragon : Mathô Sébastien Guèze : Schahabarim Jean-Philippe Lafont : Hamilcar Wojtek Smilek : Narr'Havas André Heyboer : Spendius Antoine Garcin : Giscon Eric Martin-Bonnet : Autharite Choeur et Orchestre de l'Opéra de Marseille Direction : Lawrence Foster 23:00 |