Wolfgang Rihm (*1952)
| 20.03 SWR2 aus dem Land: Musik Rossini in Wildbad 2008 Virtuosi Brunensis Philharmonischer Chor Transilvania Cluj Lorenzo Regazzo (Bass) Matthias Rexroth (Altus) Leitung: Antonino Fogliani Gioacchino Rossini: "Edipo a Colono", Schauspielmusik Wolfgang Rihm: "Kolonos", 2 Fragmente von Hölderlin nach Sophokles Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie C-dur KV 551 "Jupitersinfonie" (Konzert vom 20. Juli in Bad Wildbad) |
| 18:05 Benefizkonzert des Bundespräsidenten Live aus dem Münchner Nationaltheater: Zugunsten der Stiftung "Bündnis für Kinder - gegen Gewalt!" Bayerisches Staatsorchester Leitung: Kent Nagano Solisten: Daniela Sindram, Alt; Roman Trekel, Bariton Wolfgang Rihm: "Deutsches Stück mit Hamlet"; Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 7 A-dur Ca. 18.45 - 19.05 Uhr: PausenZeichen Jürgen Seeger im Gespräch mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler 20:00 |
| 19:03 Konzert der Bamberger Symphoniker Leitung: Jonathan Nott Boris Blacher: Variationen über ein Thema von Paganini, op. 26; Esa-Pekka Salonen: "Mimo II" (François Leleux, Oboe); Werner Egk: Variationen über ein karibisches Thema; Wolfgang Rihm: "Erscheinung"; Paul Hindemith: Sinfonische Metamorphosen über Themen von Carl Maria von Weber; Hans Zender: "Schubert-Chöre" (Carsten Süß, Tenor; Chor der Bamberger Symphoniker) |
| Prom 18 Monday 31 July 2006 14:00-16:00 (Radio 3) Another chance to hear last Thursday's Prom featuring the dynamic French pianist Hélène Grimaud in Schumann's romantic concerto. Before that, German composer Wolfgang Rihm takes us on a journey of musical transformations, while the Prom ends with Mahler's childlike vision of heavenly life. Presented by Sarah Walker. Duration: 2 hours Wolfgang Rihm Verwandlung (19 mins) (UK premiere) Schumann Piano Concerto in A minor (30 mins) interval Mahler Symphony No.4 in G major (58 mins) Hélène Grimaud piano Inger Dam-Jensen soprano Bamberg Symphony Orchestra Jonathan Nott conductor Jonathan Nott, who has established a reputation as a leading British conductor abroad, brings his highly praised Bamberg orchestra to the Proms for an Austro-German concert featuring Schumann's powerful Piano Concerto performed by popular French pianist Hélène Grimaud. Inger Dam-Jensen offers the childlike vision of heavenly life that closes Mahler's Fourth Symphony. And Wolfgang Rihm's masterly and colourful Verwandlung explores the challenge of musical transformations. |
| aus dem Freiburger Konzerthaus Claude Debussy: "Printemps", sinfonische Suite Wolfgang Rihm: Musik für Oboe und Orchester Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 36 |
| aus dem Freiburger Konzerthaus Claude Debussy: "Printemps", sinfonische Suite Wolfgang Rihm: Musik für Oboe und Orchester Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 36 |
| Sabato 22, ore 20.30 Palcoscenico Marche JAKOB LENZ di Wolfgang Rihm Ensemble strumentale dell'Orchestra Filarmonica Marchigiana Ensemble vocale della Fondazione Festival Pucciniano Voci bianche dei Pueri Cantores "D.Zamberletti" direttore, Giuseppe Ratti; regia e scene, Henning Brockhaus registrato il 24 ottobre 2007 al Teatro Lauro Rossi di Macerata |
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| 19:00 Aus dem Nationaltheater München Das Gehege Musik: Wolfgang Rihm Libretto: Botho Strauß aus "Schlusschor" Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper Wolfgang Rihm Musikalische Leitung: Kent Nagano Inszenierung: William Friedkin Bühne: Hans Schavernoch Kostüme: Petra Reinhardt Licht: Mark Jonathan Choreographie: David Bridel Dramaturgie: Peter Heilker Tänzer Gast: Todd Ford Die Frau: Gabriele Schnaut Salome Musik: Richard Strauss Libretto: Oscar Wilde, Hedwig Lachmann Richard Strauss Musikalische Leitung: Kent Nagano Inszenierung: William Friedkin Bühne: Hans Schavernoch Kostüme: Petra Reinhardt Licht: Mark Jonathan Choreographie: David Bridel Dramaturgie: Peter Heilker Herodes: Wolfgang Schmidt Herodias: Iris Vermillion Salome: Angela Denoke Jochanaan: Alan Titus Narraboth: Nikolai Schukoff Ein Page der Herodias: Daniela Sindram Erster Jude: Ulrich Reß Zweiter Jude: Kenneth Roberson Dritter Jude: Hermann Sapell Vierter Jude: Kevin Conners Fünfter Jude: Alfred Kuhn Erster Nazarener: Christian Rieger Zweiter Nazarener: N.N. Erster Soldat: Steven Humes Zweiter Soldat: Gerhard Auer Ein Cappadocier: Rüdiger Trebes Das Bayerische Staatsorchester |
| 20.03 SWR2 Oper Schwetzinger Festspiele 2009 Wolfgang Rihm: "Proserpina", Monodram für Sopran, Frauenchor und Orchester Text von Johann Wolfgang von Goethe Proserpina: Mojca Erdmann Damen des SWR Vokalensembles Stuttgart Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR Leitung: Jonathan Stockhammer (Uraufführung vom 2. Mai im Rokokotheater) Proserpina, die Tochter der Ceres, wird von Pluto geraubt und gegen ihren Willen zu seiner Frau und damit auch zur Göttin der Unterwelt gemacht. Bevor das alles endgültig sein wird, gibt es für die Unglückliche eine Art Verschnaufpause, sie steht jetzt gerade vor den Pforten der Hölle und besinnt sich. Sie verflucht den Entführer, wehmütig schaut sie zurück, sie will nicht Königin dieses dunklen Reiches werden. Goethe ergreift den entscheidenden Augenblick und entwirft die kriselnde Übergangssituation einer Verzweifelten: Proserpina balanciert auf des Messers Schneide. Diese Szene wurde als ein eigenständiges (dramatisches) Werk, geschrieben, um damit 1776 die seinerzeit hochaktuelle Forrm des Melodrams oder Monodramas zu erproben. Die Form, für das das Sprechen bzw. die Rezitation und Begleitmusik am Ende des 18. Jahrhunderts neu gemischt wurden, wird von Wolfgang Rihm psychologisch aufgewertet: "Was mich am meisten gereizt hat, sind die ständigen Stimmungsumschwünge der Hauptperson, dieses mit-sich-und-seinem-Schicksalhadern, auf der einen Seite, der Vorwurf an die Mutter auf der anderen Seite: Warum hast du nicht aufgepasst, warum hast du erlaubt, dass ich geraubt wurde! Dann ist da noch der Hass auf den Mann, der sie zur Hochzeit zwingt, ganz abgesehen davon, dass sich die Hoffnung auf einen rettenden Eingriff des Vaters nicht erfüllt." Der Komponist hat eine Oper aus dem Geiste der Kammermusik geschrieben, mit Holzbläsern und Hörnen, Vibrafon und Schlagzeug sowie sechs Streichern. Erweitert wird diese Elementarbesetzung durch Frauenstimmen, die zu Beginn wie Orchesterinstrumente agieren und im letzten Drittel den Part der Parzen übernehmen. Wolfgang Rihm: "Das ist eine Musik, die aus einer individuellen Setzung auch des individuellen Klangereignisses des Solistischen gedacht ist." Durchhörbarkeit herrscht vor, wer in die Partitur blickt, stößt aber nicht nur auf einen gleichsam kristallinen Geist, sondern meint auch auf einen Grundriss zu schauen. Das psychologisierte Monodram verräumlicht sich in seinen Konstanten: Hier die Protagonistin, dort das Instrumentalensemble mit seinen Vokalfarben und am Horizont ("In der Ferne") ein Trio aus Piccoloflöte, Trompete und Tuba. "Das sind Instrumente, die sich in diesem Fall schlecht mischen", sagt der Komponist: "das ist, wenn sie so wollen, die Einrede von Außen, der Eingriff des Numen, vielleicht das Numinose, das Göttliche." Proserpina läuft im übertragenen Sinne vor die Wand, sie kann nicht aus sich heraus. Die Musik liefert zu dieser Innenschau eine Art Vergrößerungsglas, vielleicht auch das Seziermesser. 23.00 |